Monatsarchiv: Februar 2013

Guten Appetit – so schmeckte es diesmal…

Auch am 20.02.2013 präsentierte die „Lesebühne Stubenreim“ wieder delikate Häppchen. Die Eröffnung des bunt gemischten Büffets übernahmen diesmal Max Beckmann und Elena Anaïs

Als bittersüßen Aperitif reichten sie ein Flimmerfrühstück: Pianist Lothar von der gleichnamigen Band präsentierte mit Auszügen aus seinem Soloprogramm traurig-schöne, bildhafte Balladen.

Dass man Suppe auch ohne Brot essen kann, bewies Brian Borgwardt: Sein lyrischer Vortrag kam frei von Spickzetteln aus.

Etwas mehr Blätter waren es dagegen beim nachfolgenden Salat: Jungpoet Tommy Trixa verlas eine Reihe von Texten, die zwischen Witz, Melancholie und Schwarzhumorigkeit variierten.

Das Zwischengericht bildete ein kreativ angerichteter „Laternenpfahl“; serviert von Milan Gather.

Der Fisch war kein Fleisch: während bei Henning Olfs Schilderung „41“ so manchem Publikumsgast eine Gräte im Hals stecken blieb, erfreute sie andere dafür mehr. Aber so ist das mit Meeresgetier; die einen mögen es, die anderen nicht.

Zur Erfrischung gab es ein Sorbet, bei dem Gerrard Schueft die Frage stellte „Warum hast Du mich nicht eher geküsst?“ und dem Begriff „Hipster“ eine ganz eigene Definition verlieh.

Als Braten servierte Max Beckmann sich selbst. Seine gewohnt durchgegarte Geschichte richtete sich an die „Geliebte Miele“ und handelte von selbiger.

Das Gemüse war jung und zart, hatte aber den nötigen Biss: Tina Monets tiefgründige Texte hinterließen einen bitteren Nachgeschmack und betroffene Gesichter.

Die neutralisierende Süßspeise bestand aus altbekannten, neu zusammengefügten Zutaten: Katschi verlas eine Liste eigenwilliger Wortkreationen wie „Knallkörpermassage“ oder amüsanter Lebensweisheiten à la „Ich denke, also bitte…“

Als Savoury bot Gast-Moderatorin Elena Anaïs „Zukunftsaussichten“ an und machte danach Platz für einen zweiten Auftritt von Tommy Trixa.

Den letzten Gang servierte Jan Lindner, dessen stark gewürzte Geschichte innen roh und blutig war.

Zum abschließenden Digestif baten die Moderatoren noch einmal Gerrard Schueft auf die Bühne. Bei dieser Spezialität zeigte sich wiederholt sehr deutlich, wie unterschiedlich die Geschmäcker sind: während einige empört den Saal verließen, goutierte der verbleibende Rest sein „Schichtprotokoll aus dem Altersheim“ mit zustimmendem Gelächter.
Das nächste literarische Diner findet als Buchmesse-Special am 13.03.2013 statt; diesmal gemeinsam mit den Damen und Herren der „Lesebühne Schkeuditzer Kreuz“. Uns läuft jetzt schon das Wasser im Munde zusammen. Anlässlich des (vor-) freudigen Ereignisses wird „Stubenreim“-Gründer Kornelius an diesem Abend wieder persönlich auftischen – allerdings zum leider vorerst letzten Mal…

Text: Christiane Dietering

Bilder: Doro Rabe

Beim Stubenreim ist gut Munkeln

Beim Stubenreim ist gut Munkeln

Das charmante Moderatorenpaar Elena Anais und Max Beckmann

Das charmante Moderatorenpaar Elena Anais und Max Beckmann

Milan Gather

Milan Gather

 

Leidenschaftlicher Lothar

Leidenschaftlicher Lothar

 

Freude zum Abschied

Freude zum Abschied

 

 

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Wir kredenzen Lothar – von Flimmerfrühstück

Lothar

Ein ganz besonderes amuse-gueule
offerieren wir heute Abend als
Aperitif, Digestif, Dessert oder einfach Musik.
Fein garniert mit Pop: Lothar – den wunderbaren Mann der Band Flimmerfrühstück.
Suchbild: Einer von den vieren ist Lothar. Kannst Du ihn finden?

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Tina Monet

TinaMonet

Tina

Liebe Leute, liebe Literaten, liebe Liebe!!!

Heute darf ich die einzige Poetin für den Stubenreim am 20.02.2013 vorstellen: Tina Monet. Im Alter von 15 Jahren las sie im Frühjahr 2012 zum ersten Mal beim Stubenreim. Ein zentrales Thema gibt es nicht, kein festes Schreibverhalten, nur geleitet von abstrakten Träumen und Liebe zur Kunst sind ihre Texte. Oder ist das zu wenig?

Wer neugierig wird, darf es nicht verpassen. Heute: 20 Uhr. Plan b kulturkaffee.

www.stubenreim.de

 

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gerrard schueft de la ville de carle marxe

GerrardSch

Gerrard

Am 20.02.2013 ist Gerrard Schueft zum ersten Mal auf der Stubenreim-Bühne zu Gast. Witz und Charme machen die Texte des aus Karl-Marx-Stadt stammenden 27-Jährigen aus, lassen dabei aber Tiefgründigkeit und philosophische Inhalte nicht missen. Gerrard begann früh mit dem Schreiben und verbindet Ausgedachtes mit real Erlebten.
Auf seinem Dichterwettstreit-Feldzug tourt er gerade durch die Republik und betreibt seine eigene Lesebühne (Schaubühne Chemnitz).

Mit Klischees wird stets gebrochen. Sie werden gebogen, geformt und wieder zusammen gesetzt, so dass neue Klischees entstehen mit ganz viel „Quatsch mit Soße“.

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Katschi @ Stubenreim

Ktschi

Katschi

Ich begann zu träumen als ich mein Bett umbaute. Mein bester Freund sah jung und glücklich aus. Ich träumte weiter, als jemand Bananen roch, die ich gegessen habe. Alles war vollkommen. Nur die Vorstellung eines Arbeitsamtes, war absurd in dieser Welt. Als ich eine Stunde in einen Beamer schaute, ging es weiter. Im großen Park, mit einem Waschbären, der uns nicht bemerkte. Einer Zeitungs- austrägerin, deren Augen ich nie vergessen hab. Der letzte Traum nachdem ich zwei Bier trank und einen Espresso. Ich wusste, es war ein Albtraum und sah nach draußen, es war grau und nieselte. Es war der Stillstand. Ich ging nach Hause und träumte mich zurück.

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Brian Borgwardt – Poet Nr. 3

Ob Brian Borgwardt am 20.02.2013 im Plan b kulturkaffee wohl auch dieses Gedicht rezitieren wird?

BrianB

Brian

Ein sinnend Klang erfüllt der Straßen Lichter

Und deckt die Stadt mit Leuchten zu.

HIER lebt die Stadt, hier wird sie dichter

Es brüllt ihr Atem ohne Ruh.

In ihrem Gang enthüllt sie Eisgesichter

Und schafft sich durch ihr Wachsen Raum. Hier lebt der Mensch und hier zerbricht er.

HIER wächst des Menschen erster Flaum.

Die Stadt hat Herz, hat Lunge, Niere, Magen.

Weh scheint dem Mensch, den es zu ihr verschlagen.

Er schafft sich Platz, den er nicht hat

Und doch wird hier der Mensch beneidet,

Denn mit dem menschen wächst die Stadt

Und Wälder werden ausgeweidet.

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Milan kommt nicht aus Mailand – aber zum Stubenreim!!!

MilanGather

Milan

 

Ein weiterer Jungspund auf unserer Mittwochs-Bühne wird Milan Gather sein, dabei kann er gar keine Geschichten erzählen. Erzählt aber trotzdem gerne. Mitunter auch davon, dass es gar keine Geschichten gibt. Und kommt eigentlich aus Dortmund. Ach ja, und macht sonst so Theater.

Wir freuen uns.

www.stubenreim.de

 

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Lückenfüller: Stubenreim am 20.02.2013 – mit Tommy Trixa

TommyTrixa

Tommy

Der Valentinstag und Karneval schon lange vorbei, die Buchmesse noch nicht in greifbarer Nähe. Der Stubenreim bietet kommenden Mittwoch die ideale Lückenfüllerei. Unter Anderen mit Tommy Trixa.
Er stammt aus der sächsischen Provinz, ging aber mit offenem Verstand und Augen durch die Welt, sodass er sich nun bereit fühlt über seine Erfahrungen und Eindrücke zu erzählen und sie so mit den Zuhörern zu teilen.
Tommys Texte erzählen meist Geschichten aus dem Alltag, wie sie jeder kennt und trotzdem vollkommen anders sind als das, was man mit bloßem Auge auf der Straße sieht. Der Anspruch seiner Texte ist es, eine Atmosphäre zu erzeugen, die zwischen Melancholie und Witz variiert.

 

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