Monatsarchiv: Dezember 2013

Ein Jahr vergeht – Stubenreim Dezember.

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Musikalische Kraft im Dezember:
2erSitz.

Das war er also, der letzte Stubenreim im Jahr 2013. Wir haben uns sehr gefreut, die ersten vier neuen Termine unter neuer Leitung mit Erfolg und eurem Applaus bestanden zu haben. Zu unserer großen Begeisterung hat Christiane Dietering uns wieder einmal einen Besuch abgestattet und eine kleine Kritik zum Dezember-Stubenreim verfasst.
Lesen könnt ihr diese weiter unten. Wir vom Stubenreim haben uns schon jetzt einen Vorsatz für das neue Jahr genommen: Einen etwas zügigeren Ablauf  🙂 Das wird!
Bilder vom Dezember gibt’s wie immer in der Galerie.


Frei nach dem Motto „Gut Ding will Weile haben“ startete der Dezember-
Stubenreim mit rund 20-minütiger Verspätung. In gleichem Maße, wie sich die dadurch erreichte neckisch klingende Uhrzeit an den zahlenspielerischen Veranstaltungstermin 11.12.13 anpasste, machte sie auf einen Umstand aufmerksam, dessen Erläuterung für die berühmten „letzten Worte“ dieses Beitrags bleiben soll.

Zum Auftakt erfreute Leipzigs jüngste Lesebühne in gewohnter Manier mit einer tonalen Überraschung. Die insgesamt sechs Mann(en) der Band „2ERSITZ“ stellten den bis dato umfangreichsten musikalischen Act in der Geschichte von Stubenreim. Auf entsprechend vielen Instrumenten boten sie eine Mischung aus Reggae, Blues, Hip-Hop und Lyrik. Beiträge wie „High & Down“ oder „Große Reise“ bildeten einen unbewusst passenden Einstieg ins Programm des Abends, in dem es vor allem um eins gehen sollte: Vergänglichkeit.

Diese zeigte sich zunächst in der Vergänglichkeit technischer Störungen, mit deren Erwähnung das Moderatoren-Duo PETER THIERS und LINN PENELOPE MICKLITZ auf subtile Weise den verzögerten Beginn zu rechtfertigten schien.

Wie zur Erfrischung folgte nun ein Ausflug ans Meer – organisiert bzw. vorgetragen von SIBYLLA HAUSMANN. Ihre „Gedichte mit Beziehungshintergrund“ erzählten u.a. von der Vergänglichkeit maritimer Urlaube und damit verknüpfter Bekanntschaften.

Auch MANUELA ZIRAU nutzte das feuchte Element als Aufhänger für ihre Geschichte. Doch „Der Wels“ handelte nur scheinbar von Wasser und dem, was darin lebt. Primär zelebrierte Zirau die Vergänglichkeit einer fortlaufenden Handlung – also genau das, was ihre detailreichen und schönsprachlichen Texte immer wieder ausmacht.

Durch BASTIEN ANDERIE-MEYER wurden die Zuhörer das dritte Mal nass. Mit einem Auszug aus dem bereits veröffentlichten ersten Band seiner in Arbeit befindlichen Serie „Die Legende von Marana“ entführte er das Publikum auf eine fantastische Seereise, in deren Verlauf den Zuhörern die Vergänglichkeit bestehender Ordnung vor Augen geführt wurde.

Ganz und gar trocken dagegen äußerte sich LINN PENELOPE MICKLITZ: Sie empfahl ihr Reisetagebuch „Kann man ja mal machen“ als Weihnachtsgeschenk und hielt den Inhalt entsprechend geheim. Damit beugte sie der Vergänglichkeit einer Überraschung vor und sicherte sich einige Verkäufe in der Pause.

Im Laufe derselben schienen die Veranstalter erneut auf die Vergänglichkeit des Zeitgefühls zu bauen; konnten jedoch nur einige der anwesenden Gäste über weitere Verzögerungen im Ablauf hinwegtäuschen. So startete auch der zweite Teil des Dezember-Stubenreims mit einiger Verspätung und sorgte bei etlichen Vertretern des gespannt ausharrenden Publikums für die Vergänglichkeit von Geduld.

Der insgesamt vierte Leser – BORIS FLEKLER – begründete eine mögliche Vergänglichkeit der Verständlichkeit mit dem ihm eigenen Nuscheln; trug seinen mit zehn Zitaten gespickten (Alp-) Traum von der Vergänglichkeit einer Internetbeziehung jedoch gut verständlich vor.

Anschließend be“setz“te MARIA ARKADIEFF die Bühne. Ihre von Beständig- und Vergänglichkeit der Liebe erzählende Lyrik entpuppte sich als modernisierte Variante klassischer Romantik voll bildhaftem Eins-Werden bzw. -Sein mit der Natur.

Auch ANNE MEHLHORN thematisierte menschliche Nähe – wenngleich diese sich in dem gewählten Abschnitt aus „Die Seele des Stachelschweins“ hinter astrophysikalischen Betrachtungen versteckte. Die Vergänglichkeit von Altbewährtem und Vertrautem durch einen heranrasenden Kometen konnte durchaus als Sinnbild für Zuwendung verstanden werden – und damit als das, wovor die titelgebenden Buchhelden sich am meisten fürchten.

Bevor der Stubenreim vom 11.12.13 als eine eher ruhige Veranstaltung in die Annalen der Leipziger Lesebühnen eingehen konnte, sorgte „2ERSITZ“ noch einmal für Schwung. Wer einen weiteren Versuch starten möchte, die Band in ein musikalisches Genre einzuordnen, hat am 18.12. in der moritzbastei Gelegenheit zu einer erneuten Hörprobe.

Mit diesem kulturellen Hinweis könnte der Bericht schließen – wäre da nicht das Versprechen, den Umstand des verzögerten Beginns und der verlängerten Pause genauer zu erläutern. Dieser wird seltener als angenommen durch organisatorische Pannen verursacht als durch das Publikum selbst: Mit gehörigem Langmut warten Veranstalter, Künstler und pünktlich erschienene Gäste regelmäßig auf entspannt hinzustoßende Nachzügler. Sollten gern gesehene Stubenreim-Besucher noch keine guten Vorsätze für’s neue Jahr gefasst haben, böte sich hier eine Gelegenheit, den Verlauf eines sorgfältig geplanten Abends etwas störungsfreier zu gestalten. Für darüber hinausgehende Anregungen und Wünsche stehen die Ohren bzw. Postfächer der Organisatoren stets offen.

 © Christiane Dietering, Leipzig

http://www.texttexterei.de

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Stubenreim im neuen Gewand – 2014!

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Stubenreim im Jahre 2014 – so sieht’s aus!

 

 

Auch im neuen Jahr geht die Lesebühne Stubenreim natürlich weiter. Mit neuen Terminen und diesem schönen, neuen Plakat (Design von Marlene Klünker, www.zahnrad-creation.com).

Die Termine im neuen Jahr sind:
8. Januar
12. Februar
12. März (Buchmesse-Spezial!)
9. April
14. Mai (großes Jubiläum – Zwei Jahre Stubenreim!)

Euch wünschen wir ein frohes Weihnachtsfest und einen schönen Start ins neue Jahr.

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Zwei Sitze, eine Band.

Wir haben auch dieses Mal musikalische Gäste! Ihr kennt sie vielleicht noch nicht, aber werdet sie kennen lernen! Und zwar am 11. Dezember, zur Lesebühne Stubenreim. Wir präsentieren: 2ersitz!

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Haben den Feinschmecker-Groove:
2ersitz.

Die Musik als Droge zur Erweiterung des Bewusstseins: Geweitete Pupillen und zittrige Hände geben euch die 6 Leipziger mittels Gitarre, Bass, Drumset, Saxofon, Klavier und hausgemachten sowie importierten Feinschmecker-Lyrics. Abgehen dürft ihr zu Reggae-Beats, Blues-Licks, Latin-Feel und HipHop-Styles. Ein zu breites Publikum wird trotzdem versucht zu vermeiden. Man wünscht es nicht wie Amy Winehouse zu enden (Ruhe in Frieden!). Also bei aller Zurückhaltung, alle die diese Beschreibung lesen, gehören schon zu den Groovebedürftigen.

Sechs Personen – Damit präsentieren wir die wohl bisher größte Band auf unserer Bühne.
Werden sie alle draufpassen? Findet es heraus! Diesen Mittwoch, 20 Uhr, Stubenreim im Plan B!

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Die Romantik von Apfelmus.

Manuela Zierau

Akkurat aufgestellt:
Manuela Zierau.

Habt ihr am 11. Dezember eigentlich schon etwas vor? Nicht? Dann ab zum Stubenreim! Diese zwei Damen sind ebenfalls dabei:

Ihr Name ist Manuela Zierau. Ambig, akkurat und Apfelmus sind ihre liebsten Worte. In ihren Texten wird sich schön auf Details konzentriert, die die Sinne stimulieren – hauptsache es kommt nicht aus Versehen zur Handlung. Am liebsten isst sie allerdings Joghurt und Pistazieneis. In ihrer Prosa nimmt sie darauf oft Rücksicht.

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Romantik in Schwarz-Weiß:
Maria Arkadieff.


Wir haben uns angewöhnt, von romantischer Literatur dann zu sprechen, wenn eine Innenwelt, also Stimmungen, Gefühlslagen und Weltanschauungen in die Außenwelt, vorzugsweise in die Natur projiziert werden. Die Gedichte von Maria Arkadieff scheinen das beispielhaft zu erfüllen. Ein liebendes/leidendes Ich spiegelt seine „Leidenschaft“ in der Natur. Doch wir sehen weit mehr als romantisierende Liebeslyrik. Zwar ist das lyrische Ich den Naturkräften und damit seiner Gefühlswelt ausgeliefert, jedoch ermächtigt es sich immer wieder über die Natur. Diese spielerische Leichtigkeit spiegelt sich auch in Form und Sprache. Erzählerische, dramatische und lyrische Elemente werden gekonnt miteinander verwoben.

Zwei Poetinnen, zwei komplett unterschiedliche Ansätze.
Wir freuen uns schon jetzt voll auf den 11. Dezember im Plan B, 20 Uhr!

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Kirche im Feld, Stacheln im Schwein.

Heyho! Zwei Poetinnen für den nächsten Stubenreim am 11. Dezember!
Los geht die wilde Partie!

Anne

Lässt die Natur an sich heran:
Anne Mehlhorn.

Anne Mehlhorn wuchs in Aue im Erzgebirge auf und studiert seit 2011 an der HTWK Verlagsmanagement. Sie begann schon früh mit dem Schreiben von Kurzgeschichten und veröffentlichte in ihrer Jugend zwei davon in Anthologien. Mit siebzehn verfasste sie ihren ersten abgeschlossenen Roman. Neben dem Studium arbeitete sie einige Jahre lang selbständig als Werbetexterin. ›Die Seele des Stachelschweins‹ ist ihre erste Verlagsveröffentlichung. Der Roman handelt von „menschlichen Stachelschweinen“, die sich zwar nach Nähe sehnen, aber niemanden an sich heranlassen.

Sibylla

Stein auf Stein, Wort auf Wort:
Sibylla Hausmann.

Sibylla Hausmann kommt direkt aus Wolfsburg. Sie studierte Literaturwissenschaften, Linguistik und Philosophie in Münster und Berlin. Gut, das „direkt aus Wolfsburg“ war also etwas übertrieben. Zu unserem Glück ist sie zur Zeit in Leipzig heimisch. Sie schreibt zusammen mit Eva Brunner den literarischen Blog „liebeella.blogspot.de.“ In dem es überraschenderweise nicht um Libellen geht. Gedichtveröffentlichungen in Anthologien und Zeitschrift, Publikation zu aktueller Kunst und Literatur in Bosnien und Herzegowina. Außerdem machte sie den zweiten Platz beim Feldkircher Lyrikpreis 2013.

Die Kirche im Feld Dorf lassen? So ein Quatsch! Lieber zum Stubenreim!
11. Dezember, 20 Uhr, Plan B kulturkaffee!

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Kapital durch Papageienschmuggel.

Bastien Anderie-Meyer

Hier ohne Papagei:
Bastien Anderie-Meyer.

Während der Schulzeit schrieb Bastien Anderie-Meyer an dem ersten Band seiner Fantasy-Romanserie „Die Legende von Marana“. Nach einer einjährigen Reise durch Australien und Japan wie auch weiteren Abenteuern in ganz Europa wurde der erste, 750-seitige Band im Februar 2012 veröffentlicht. Seitdem ist Bastien auf Conventions, Messen, in Buchhandlungen und Schulen wie auch Cafés unterwegs, um Schreibworkshops zu geben und seine abenteuerliche Geschichte mit Freunden von Fantasy, Piraten, Gestaltwandlern und Magie zu teilen. Wenn er nicht gerade reist, Papageien durch Australien schmuggelt oder schreibt, studiert er Anglistik und Germanistik an der Universität Leipzig.

Boris

Literatur in und auf dem Kopf:
Boris Flekler.


Boris Flekler kommt eigentlich aus einer bis auf die Knochen ländlichen Kleinstadt in Ostwestfalen. Von dort aus hat er ein paar Jahre Erfahrung im Poetry Slam in den nächstgelegenen Kassels und Paderborns gesammelt, bevor er im Oktober zum Studium nach Leipzig gezogen ist (Kulturwissenschaften, yeah!). Seine Texte würde er selbst dem Segment Storytelling zuordnen, besagte Geschichten sind polemisch, politisch und pessimistisch. Wiederkehrende Themen: Kapitalismus (das Böse), Träume (das Gute) und natürlich die Liebe (wohl Konfliktlösung oder Tod).

Es geht wieder los: Lesebühne Stubenreim, 11. Dezember, Plan B!

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