Monatsarchiv: Januar 2014

Eine Doppelstunde Stubenreim.

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Josephine von Blueten Staub auf der Bühne.

Endlich wieder neues Jahr, endlich wieder Stubenreim. Schöne Fotos haben wir natürlich auch wieder gemacht. Sehen könnt ihr diese wie immer in der Galerie.
Christiane Dietering war zudem wieder bei uns und berichtet ausführlich vom Abend:

Eine Doppelstunde Geschichte

Passender hätte der Einstieg in die Veranstaltung vom 08.01.2014 nicht sein können: HISZTORY gab das zentrale Thema des Abends nicht nur durch seinen Namen vor, sondern auch durch den Inhalt seiner Beiträge. Ganz im Sinne längst verblichener oder vergessener Liedermacher präsentierte er dem Publikum Liebes- und Leidens-Geschichten, die SO nur das Leben selbst schreiben kann. Sein Blick zurück war ebenso mutig, unbequem und provokant wie die Auseinandersetzung mit zurückliegenden Ereignissen nun einmal ist.

Ähnlichen Mut bewies Moderator MAX BECKMANN, dessen Geschichte „Anger-C(G)rottendorf für immer“ aufzeigte, dass die Hölle auf Erden nur wenige Haltestellen entfernt liegt.

Auch JOSEFINE VON BLUETEN STAUB wusste mit ihrem Episodentext über „Wollmäuse“ zu provozieren. Ihr definitiv nicht lustiger Text über unterschiedliche Erkrankungen gipfelte im Vergleich über Schweregrad und Erträglichkeit derselben.

RAYMONDE WILL plagten ebenfalls unbequeme Erinnerungen: In ihren Beiträgen erörterte sie auf launige Weise die Fäkalattacken spätherbstlicher Krähenschwärme, den revolutionären Grundgedanken von Wildcampern und das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter beim Saunagang.

Nach einer kurzen Pause ließ LINN PENELOPE MICKLITZ die zurückliegenden Ereignisse ihrer Irland-Reise aufleben. Tag 6, 7 und 8 der T(ort)our mit Konrad bescherten dem Publikum Einblicke in feuchte Zelte, feuchte Wiesen und feuchte Träume. Wem das nicht nass genug war, kann diesen und weiteren Auszügen aus LINNs Werken bei ihrem Soloprogramm am 16.01.2014 auf „Tanners Terrasse“ lauschen.

Andächtiges Lauschen erforderte auch LEONIE WARNKE. Ihre Geografie-Rätsel aus Patrick Salms Buch „Du kannst alles schaffen – es sei denn, es ist zu schwer“ gaben den Zuhörern so manche Nuss zu knacken; entpuppten sich aber leider als ziemlich schale Kalauer. Wesentlich kerniger geriet der frei vorgetragene Ausflug in Grimms Märchenwelt, der heldenhafte Erlöser zu übergriffigen Machos und passive Schönheiten zu nörgelnden Aufrührerinnen machte.

Das formelhafte „Es war einmal…“ griff NHI LE fast nahtlos auf. In ihrem ungleichen Kampf Herz : Hirn siegte letztlich doch der Bauch, der das träumerische „Wenn ich groß bin“ gebar.

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Hisztory greift in die Saiten.

Zum Abschluss griff HISZTORY noch einmal in die Saiten. Die nach Publikumsvoting dargebotene „Erinnerung an einen alten Säufer“ wurde um ein Statement gegen einseitig überbordende Gesinnung und eine Großbühnen-reife Ghetto-Performance ergänzt.

© Christiane Dietering, Leipzig

http://www.texttexterei.de

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Der singende Vagabund.

Der Stubenreim im Januar rückt immer näher. Am Mittwoch um 20 Uhr im Plan B ist es endlich wieder soweit! Nach großem Bandauftritt im Dezember haben wir jetzt wieder einen Liedermacher für euch. Wir präsentieren: HISZ­TO­RY!

hisztoryflyerinetHISZ­TO­RY – ein pro­vo­kan­ter Lie­der­ma­cher, der den An­spruch hat, mit sei­ner Musik und sei­nen Tex­ten keine Plat­ti­tü­den oder Pa­ro­len zu pro­du­zie­ren, ein pa­cken­der, un­ter­halt­sa­mer Ge­schich­ten­er­zäh­ler, der über Men­schen in die­ser Ge­sell­schaft singt; mit all Ihren Feh­lern, Pro­ble­men und dem aus Ihrer So­zia­li­sie­rung re­sul­tie­ren­den Wesen. Ihm ge­lingt es immer wie­der, das Pu­bli­kum in sei­nen Bann zu zie­hen, unter anderem beim Liederpreis „Hoyschrecke“, bei dem er den Publikumspreis gewann.


8. Januar.

20 Uhr.
Plan B Leipzig.
Lesebühne Stubenreim.

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Staub auf den Blüten.

Josephine von Blueten Staub

Große Träumerin:
Josephine von Blueten Staub

Eigentlich studiert Josephine von Blueten Staub Politikwissenschaften und Wirtschaft, aber ihr Herz hat sie schon lange ans Schreiben (und an das Meer) verloren. Seit fast 2 Jahren bloggt sie regelmäßig auf der Website www.blueten-staub.de, seit einem Jahr ist sie aktiv in der Poetry-Slam-Szene. Themen wie Heimat, Verlust, Freundschaft und große Träumereien kehren in ihren Texten immer wieder – jedoch legt sie sich (noch) nicht auf eine bestimmte Textart fest. Denn gerade die Herausforderung, ernste Themen in Lyrik, Episodenprosa oder auch Satire zu verpacken, reizt sie.

Also: Abwechslungsreich! Um die Abwechslung komplett zu machen, werden diesmal auch wieder unsere Moderatoren ein paar Texte für euch zum Besten geben! Das solltet ihr nicht verpassen – kommt zum Stubenreim, 8. Januar, Plan B Leipzig!

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Clowns und Helden.

Ein neuer Tag, zwei neue Poetinnen! Let’s go:

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Wie es sich gehört:
Raymonde Will

Wilray… sägte schon Gedichte, als sie noch ganz klein war und ein Pionierhalstuch trug, hatte dann aber immerzu und zwischendurch andere Sachen zu tun – Lebensunterhalt verdienen, Kinder großziehen (muss man sich mal BILDLICH vorstellen!), Kabarett machen, Clownsausbildung durchlaufen… in dieser Zeit reiften die unsäglichsten Reime in ihr heran, gnadenlos am Ende der nächsten Zeile, auf alle Fälle aber dann in der übernächsten… BOING. Sie kann einfach nicht anders! Ihr Alter Ego Unna Umbreidt ist noch schlimmer: die dichtet einfach nur Kitsch. Raymonde Will dagegen schreibt Liebes-Gedichte, Kurzprosa, Kolumnen… ordentlich, wie es sich gehört.

Nhi Le narcoticarts by Angelina Perke

Der Ast für den Wortstamm:
Nhi Le (Foto: narcoticarts)

Es ist noch gar nicht so lange her, dass Nhi Le sich mit Über-Mich Texten beschäftigt hat, denn schließlich ging die Abi-Zeitung erst vor kurzer Zeit in den Druck. Zeit ist ein Thema, dass sie sehr beschäftigt und wahrscheinlich hat sie es am Liebsten jede freie Minute mit irgendeiner Aktivität zu stopfen. Deshalb macht die 18-jährige all das, was ihr gefällt. Das bedeutet also, dass sie singt, bloggt, modelt und Geige spielt. Seit ein bisschen mehr als einem Jahr steht sie nun auch mit ihren Texten bei Poetry Slams und Lesungen auf der Bühne. Das macht ihr viel Spaß und dem Publikum in Trier und Thüringen wohl auch, denn sie ist Trierer U20 Stadtmeisterin im Poetry Slam 2013 und auch Thüringer U20 Landesmeisterin im Poetry Slam 2013.

Wo man die beiden sehen bzw. hören kann? Bei der Lesebühne Stubenreim natürlich!
8. Januar, Plan B kulturkaffee Leipzig.

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Neues Jahr, neue Poeten.

Fabian Mahler

Dem Kessel entstiegen:
Fabian Mahler

Neues Jahr, neue Poeten! Und natürlich ein neuer Stubenreim.
Und zwar am 8. Januar. Unter anderem mit diesen beiden Menschen:

Durch einen Unfall fiel Fabian Mahler mit jungen Jahren in einen Kessel voller Buchstabensuppe, trank ihn komplett aus und erhielt dafür die unglaubliche Gabe zu schreiben. Mit ihr plante er jede Menge Romane und Weltliteratur zu verfassen, musste allerdings sehr bald feststellen, dass auch andere Kinder in der Lage waren, Wörter aneinander zu reihen, um aus Gedanken Geschichten und Welten zu spinnen. Seitdem konzentriert er sich auf triviale Literatur und geschmacklose Poesie und entwickelt sich langsam zu einem Meister dieses Metiers. Außerdem werden von ihm gerne Fremdwörter, verschachtelte Nebensätze -inklusive jeder Menge Kommata- und die Form des Passiv verwendet.

Leonie

Hier ohne zwinkerndes Auge:
Leonie Warnke

Leonie Warnke ist eine 22 Jahre junge Neu-Leipzigerin und Bühnenpoetin. In ihren meist lyrischen Texten geht es um missverstandene Märchen oder Heldinnen, mit einem zwinkernden Auge und ausdrucksstarker Stimme tourt sie durch die Republik und fühlt sich auf den Bühnen Deutschlands zu Hause.

Und dieses „zu Hause“ ist am 8. Januar die Lesebühne Stubenreim! Kommt ins schicke Plan B kulturkaffee Leipzig!

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