Monatsarchiv: Februar 2014

Eine Reise durch Zeit und Raum.

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ByeBye legen sich
ins Zeug.

Eine gute Woche ist er her, der Februar-Stubenreim. Zeit, noch einen Blick auf die Photos zu werfen, wie immer in der Galerie.
Außerdem war Christiane Dietering wieder vor Ort und hat ihren persönlichen Blick auf den Abend in einer Rezension dargebracht:

Eine Reise durch Zeit und Raum

Allen bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Trotz ermöglichte die Lesebühne Stubenreim am 12.02.2014 ihren Besuchern eine Reise durch Zeit und Raum. Den Beginn des möglich gemachten Unmöglichen markierten Tim & Oli von „byebye“. Ihre Präsenz und ihre Lieder beschworen unwillkürlich Erinnerungen an den erfolg- und folgenreichen Stubenreim-Auftritt von 2012 herauf, in dessen Zuge sich das Duo vom Geheimtipp zum Phänomen entwickelt hatte.

Moderator Peter Thiers erinnerte ebenfalls an Vergangenes: Einem ungeschriebenen Gesetz des Poetry Slam folgend eröffnete er den Reigen der Vortragenden selbst und machte sich mit „Super bleifrei“ zum so genannten Opferlamm – ein Begriff, der treue Stubenreim-Besucher an die Anfangszeiten der Lesebühne erinnert haben dürfte.

Ganz weit zurück führte auch die Selbstbeschreibung des Hauke von Grimm: In einer gleichermaßen gerafften wie detaillierten Vita ließ er das Publikum an seinem Werdegang vom dichtenden Schüler zum geschulten Dichter teilhaben. Gekrönt wurde das Ganze mit der Beschreibung einer offenbar hoffnungslosen Beziehung zu einer notorischen Verliererin.

Nicht verloren gegangen, aber dennoch abhanden gekommen war die Person in der „Geschichte von der Frau, die ihren Mann durch Bautätigkeit zum Verschwinden brachte“. Diese platzierte Nina Pohl zwischen einem alle Jahreszeiten umfassenden Gedicht und dem dazu passenden Garten.

Wie um den vorangegangenen Beitrag zu ergänzen monologisierte Peter Lünenschloß anschließend über die begrenzte Haltbarkeit von Dachbalken. Sein Lamento über unermüdlich arbeitendes Holz, verdrehte Pfetten und ein dadurch instabiles Oberstübchen sorgte im Publikum für anerkennende Heiterkeit.

Das sich diese auch durch rein wissenschaftliche Betrachtungen erzeugen lässt, bewies Max Beckmann: Er (er-) fand eine Formel für die Berechnung von Beschränktheit und viele schöne Worte für die Beschreibung technischer Geräte.

Weniger einfallsreich, dafür aber wieder ganz im Sinne der eingangs erwähnten Zeitreise agierte Jan Lindner. Sein mit viel Enthusiasmus und Körpereinsatz vorgetragener Text war der Novelle „Ein colorierter Trunkenbold“ entnommen – und demnach nicht ganz neu.

Ein bisschen angestaubt wirkte leider auch der Beitrag von Olav Amende, dessen Wort- und Vortragsweise eine andere Abfolge der Künstler vielleicht gut getan hätte.

So aber folgte ihm Falko Köpp, dem schon vor Betreten der Bühne allerlei Aufmerksamkeit zuteil geworden war. Leider verschwieg sein einnehmender Auftritt dem gespannt lauschenden Publikum, warum sich das Fehlen der Isomatte während seiner „Entziehungsreise“ als so eklatant erwies. Wir dürfen gespannt bleiben, ob das im März folgende „Buchmesse-Special“ diesbezügliche Erleuchtung bringt. Hierbei wird es wieder zum sportlichen Kräftemessen zwischen den Machern der Lesebühnen Schkeuditzer Kreuz und Stubenreim kommen…

Dass es beim beschließenden Auftritt von byebye nur die bewährten Goodies auf die Ohren gab, begründete sich mit dem äußerst dezenten Verweis auf das bevorstehende Konzert am 21.02.2014 im UT Connewitz.

 © Christiane Dietering, Leipzig

http://www.texttexterei.de

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Bye Bye Fassade.

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Licht an, Ohren auf:
ByeBye kommen zum Stubenreim!

Aber hallo! Bodenständig ist wahrscheinlich das treffendste Adjektiv für die beiden Jungs von “byebye”, die gerade einen Höhenflug hinlegen. Auf ihrem Internetauftritt präsentieren sich Olli und Tim vor brauner Tapete und einer altmodischen Stehlampe, die beide ihren Großmüttern gehören könnten. Bodenständige Gitarrenmelodien mit bodenständigen Titeln wie “Unklar” oder “Bauchgefühl” sind vollgepackt mit unglaublich griffigen Texten. Selbst ihr Bandname ist auffällig unspektakulär, aber wer die beiden Leipziger live erlebt, wird sich von ihnen berühren lassen – aber hallo!

Jetzt kennt ihr alle Gäste – worauf wartet ihr noch?
Schnell zur Lesebühne Stubenreim, diesen Mittwoch im Plan B kulturkaffee Leipzig!

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Theater unter dem Kiel.

Und wir haben wieder sechs Poeten zusammen!
Diesmal gibt es beim Stubenreim unter anderem diese beiden Herren auf die Ohren:

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Ohr am Gleis:
Hauke von Grimm.

Hauke von Grimm. Mensch. 42 Jahre alt. Nicht von schlechten Eltern. Gesund und guter Dinge. Lebt von der Hand in den Mund. Nicht geschieden. Keine 2 Kinder. Keinen Hund namens Jack. Im Prinzip Heterosexuell. Immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel. Geschichtenerzähler. Und am Mittwoch beim Stubenreim!

Der gute Falko Köpp hingegen… Was gibt es über ihn zu sagen? Lange war er nicht mehr bei der Lesebühne Stubenreim zu Gast, zuletzt im März 2013 beim großen Buchmessen-Special. Falko ist ein Theatermensch. Und das ist auch gut so.

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Hand über Kopf:
Falko Köpp.

Wer sich von seinen Künsten selbst überzeugen möchte, der besuche (unter anderem!) das Theatrium in Grünau. Dass er aber auch auf der Stubenreim-Bühne eine gute Figur macht, müsste eigentlich daher schon fast unerwähnt bleiben. Wir schreiben es an dieser Stelle trotzdem noch einmal!

Also, liebe Menschen.
Rot in den Terminkalender: Stubenreim am 12. März.
Direkt im Plan B in der Härtelstraße.
Wir warten begierig auf euch.

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Fisch mit Quark.

Zweite Runde! Heute mit zwei mysteriös angehauchten Gästen:

Olav Amende

Doppelt gut:
Olav Amende.

Olav Amende heißt womöglich anders. Zu anderen Zeiten und in anderen Landen wäre er womöglich Fischer geworden. Doch er ist jetzt und kam hierher und ihm gefällt das Alpha und das Omega. Auch der Fluss und das Spiel der Sprache. Nun sieht man ihn als einen Schreiberling und hört seine Texte auch im Stubenreim.

Peter Lünenschloß ist von trügerisch verspielter Drolligkeit. Seine Texte sind alle in der richtigen Reihenfolge und es kommen darin Tiere, Krankheiten und Dienstleister vor. Am wenigsten Tiere, am zweitwenigsten Krankheiten, und am drittwenigsten Dienstleister mit ihren Gefühlen. Bei all dem bleibt der Autor schleierhaft und angeschattet. Lediglich, dass er gern Kartoffeln mit Quark isst, merkt man gleich.

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Trügerisch, aber gut erkennbar:
Peter Lünenschloß.

Stubenreim kehrt zurück!
Am 12. Februar, direkt im Plan B kulturkaffee Leipzig.
20 Uhr. Schön wird das!

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Ein Kasper auf dem Weg der Liebe.

Jan mit Kippe, klein

Produktive Pause:
Jan Lindner.

Es ist der erste Mittwoch im Monat! Und am zweiten Mittwoch ist doch immer… richtig, Stubenreim!
Diesmal unter anderem mit diesen Poeten:

Der graduierte Philosoph Jan Lindner (* 1985 in Jena) würde sich selber nie als ein solcher bezeichnen und hatte in seiner Schulzeit absolut nichts mit Literatur am Hut, so dass er sich vor blanker Aversion zunächst gar für den Mathe Leistungskurs entschied. Erst mit der Lektüre von Hamlet und Faust sowie einer motivierenden Lehrerin blühte ein literarisches Interesse in ihm auf, das sich schließlich Anfang seiner Zwanziger in einer ersten ernstzunehmenden Produktivität äußerte. Sein Buchdebüt „Ein Suppenkasper gibt den Löffel ab“ gab Lindner 2009 im Leipziger Verlag PaperONE. Mittlerweile liest er sich u.a. abendfüllend quer durch Deutschland, 2012 erhielt er den 1. Preis beim Schreibwettbewerb „JuLi im Juni“ und 2013 folgte sein Zweitling „Der Teddy mit den losen Kulleraugen“ bei Periplaneta (Berlin).

Foto Nina Pohl

Vitale Melancholie:
Nina Pohl.

Nina Pohl, Poetin & Künstlerin aus Roßwein (Sachsen), geboren 1963, präsentiert ureigene, vitale Poesie vollmundig & melodisch, voller Seelentiefe und Sinnlichkeit aus dem weiblichen Kosmos des Lebens. Sie sagt über sich: „Das Schreiben ist mein Elixier, mein Stoßseufzer, mein kühles Bier“. Zusammen mit dem Maler Rainer Wriecz veröffentlichte sie 2012 das Buch „Pilger auf dem Weg der Liebe“, sowie Texte in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien.

Lesebühne Stubenreim, 12. Februar, Plan B kulturkaffee, Leipzig.

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