Monatsarchiv: März 2014

Remis in der zweiten Runde.

Das Stubenreim-Special ist schon wieder eine ganze Woche her!
Christiane Dietering wirft mit ihrer monatlichen, unabhängigen Rezension einen Rückblick auf das literarische Match:

Dem bewährten Muster des Vorjahres folgend traten die Lesebühnen Schkeuditzer Kreuz und Stubenreim am 12.03.2014 erneut zum olympischen bzw. literarischen Zweikampf im Heimatstadion plan b an.

Den Anpfiff zum sportlichen Großereignis übernahmen Max Beckmann und André Herrmann. Die beiden wortgewandten Reporter hatten das Publikum schon nach wenigen Sätzen auf ihrer Seite.

In der Disziplin Kurzsprint überzeugte Kurt Mondaugen mit Differenzerfahrung.

Anschließend bat Mannschaftsarzt Dr. Peter Thiers zur (Im-) Puls-Kontrolle.

Beim Schießen erzielte Max Beckmann mit Tag der digitalen Einheit einen Volltreffer – obwohl (oder gerade WEIL) seine Protagonisten im Finale die technische Kontrolle verloren.

Langstreckenläufer Julius Fischer überbot mit seinem Hassey Stellungnahme zur Wanderhure die eigene Bestmarke (Die schönsten Wanderwege der Wanderhure – Kein historischer Roman) und ergötzte alle mit der Vorstellung, selbiges als Verteidigungsschrift im Rahmen der ausstehenden Gerichtsverhandlung zum Vortrag zu bringen.

Im Rennen um den wohl sperrigsten Titel konnte sich Hauke von Grimm behaupten. Sein Text Wenn Neuschleußig anklopft, sag‘ einfach, du bist nicht da machte auf die Gefahren durch (Handy-) Doping aufmerksam. Er sorgte vor allem durch die bewusst monotone Vortragsweise und die reduzierten Worte für Erheiterung.

Das Ziel nur knapp verfehlt hat Franziska Wilhelm: Die Vorstellung ihres neuen BuchesMeine Mutter schwebt im Weltall und Großmutter zieht Furchen als „Short-Novel“ lenkte durch improvisierte Spielereien etwas vom Inhalt ab und blieb dadurch leider weniger im Gedächtnis als der dazugehörige „Short-Soundtrack“. Es bleibt daher vorerst hypothetisch, ob die im Refrain verwendete Wortgruppe der bessere Titel für den Roman gewesen wäre.

Nach der Pause versuchte sich der erfolgreiche Kurzsprinter Kurt Mondaugen am Marathon. Sein (Presse-) Rückblick auf das Schamanismus-Festival von Februar 2014 wirkte aber bereits auf halber Strecke etwas ermüdend – was wohl daran liegen mochte, dass manche Textart nur bedingt zum VORlesen geeignet ist.

Wieder etwas frischeren Wind brachte Peter Thiers‘ Hinweis auf Das blaue blaue (also sehr blaue) Meer, welches am 20.03.2014 in den Cammerspielen des Werk II Premiere hat. Anschließend gab er im Dialog mit der voraussichtlich / definitiv letzten Zigarette weiterführende Tipps zur Raucherentwöhnung. Hierbei überzeugte vor allem das verblüffend gute Timing zwischen dem realen und dem maschinellen Gesprächspartner – obgleich der ganze Vortrag ein wenig (zu) hektisch wirkte.

Im Gegensatz dazu strahlte Linn Penelope Micklitz eine fast schon meditative Ruhe aus. Ihre Drei Formen der Erinnerung handelten u.a. von der wundersamen Heilkraft mütterlicher Zuwendung und universell einsetzbarer Indianersalbe.

Dadurch ergab sich eine seltsame Verknüpfung zu Hauke von Grimm, der mit Der letzte Steckbrief in der Kategorie Westernreiten antrat.

Als Publikumsliebling überzeugte André Herrmann im (Schildkröten-) Weitwurf. In Wetten, dass…? – einem höchst amüsanten Bericht über seinen letzten Schultag – kamen Lehrer, Schüler und andere Knallkörper zu reichlich Wort.

Die zum krönenden Abschluss erklingende Nationalhymne entstammte der Feder von Julius Fischer bzw. seiner Sammlung monatlich entstehender Songs.

Wie nicht anders zu erwarten endete der Wettkampf gg. 23:00 Uhr mit „unentschieden“.

© Christiane Dietering, Leipzig

http://www.texttexterei.de

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Buchmesse: Spezial!

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Die Lesebühne Schkeuditzer Kreuz…

Kurz und gut: Diesen März gibt es wie auch im letzten Jahr keinen normalen Stubenreim, sondern ein „Buchmesse-Special“ mit den tollen Menschen von der Lesebühne Schkeuditzer Kreuz.

Max, Linn und Peter werden zusammen mit den Schkeuditzern jeweils eigene Texte zu Gehör bringen. Wann gibt’s schon einmal die Möglichkeit, so etwas zu erleben? Daher, kleiner Tipp: Rechtzeitig erscheinen, es wird recht voll werden.

Team

…und die Lesebühne Stubenreim.

 

 

 

Wie man auf den nebenstehenden Fotos erkennen kann, haben beide Teams zudem einen gemeinsamen literarischen Hintergrund…

Also: Hin da! 12. März, 20 Uhr, Plan B kulturkaffee!

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