Monatsarchiv: September 2014

Septemberbericht.

Zu Beginn der neuen Spielzeit beleben wir eine alte Tradition: Unsere unabhängige Kommentatorin Christiane Dietering berichtet vom Saisonauftakt – und schreibt, wie sie ihn empfunden hat.

In alter Frische

Frisch und frei: Tom Schildhauer.

Frisch und frei:
Tom Schildhauer.

 

Besser als mit dieser phrasemischen Überschrift lässt sich der erste Stubenreim der Saison 2014 / 2015 wohl kaum zusammenfassen. Tatsächlich bot der Abend des 10.09.2014 allen Neu-, Stamm- und Gelegenheitsgästen ebenso viel Altes wie Frisches:

Selbst die unberechenbare Komponente „Wetter“ folgte diesem Thema und spielte der Veranstaltung kräftig in die (Eintritts-) Karten: Mit merklich kühleren Temperaturen und ein paar frischen Schauern sorgten die ersten Herbst-Ausläufer für das passende Indoor-Feeling und lockten entsprechend viele Hörwillige in die angestammte Lokalität plan b.

Dort befand sich durch das Moderatoren-Trio Linn, Max und Peter bzw. deren jüngste Werke sowohl VOR, HINTER als auch AUF dem Empfangs-Tisch zunächst wieder alles beim wohlvertrauten Alten.

Die erste frische Brise des Abends versprach die angekündigte Band – zumindest dem Namen nach. Leider erwiesen sich Erlebnispark als vergleichsweise laues Lüftchen im musikalischen Fundus von Stubenreim – was sich mit gerade mal „11% Leidenschaft“ sowohl begründen als auch steigern lässt.

Mehr Frische kündigte sich durch Dominic Memmels an. Der selbsternannte Abgesandte des „Ministeriums für innere Schönheit“ macht sich nach eigener Aussage stark für „Problemverkauf“; bemühte zur Anmoderation dessen jedoch zu viele und zu veraltete Worte. Auch die nachfolgenden Gedichte über Lemminge, preiswerten Fraß und (maus-) fleischfressenden Käse machten einen etwas abgestandenen Eindruck. Frei nach Alt-Meister Shakespeare wünschte sich mancher Zuhörer „mehr Inhalt, weniger Kunst“.

Ein Motto, das Tom Schildhauer nahezu vorbildlich umsetzte: Frisch, frei und fröhlich trug er „10 Gründe gegen die Homo-Ehe“ vor und erörterte in ebensolcher Weise die Frage(n) „Wer hat eigentlich behauptet, dass…“

Die fehlende Behauptung, dass alt nicht auch frisch wirken kann, widerlegte Chris Götze: Das Ur- bzw. Grundgestein von Stubenreim dichte(r)te sich in bewährter Manier durch einen Garten, zahllose Puzzle-Teile, Malzbier und falsche Marie.

Kein bisschen falsch, sondern ganz echt erschien die ihm nachfolgende Alexandra Huth, von welcher Moderatorin Linn behauptete, ihre Werke seien später mal viel wert – eine Aussage, der nichts wesentlich Frischeres hinzuzufügen ist und die deswegen unverändert übernommen werden darf.

Unverändert, aber doch anders präsentierte sich TOM SCHILDHAUER bei seinem zweiten Auftritt: Das Text-Potpourri des nun schon Altbekannten sorgte für eine Wiederbegegnung mit längst verblichen geglaubten PC-Helden und bezog verschiedene Genres und Kindheitserinnerungen ein.

Deutlich erkennbar: Stanley Deschle.

Deutlich erkennbar:
Stanley Deschle.

Ebenfalls in Erinnerungen schwelgte der – nach eigenen Angaben – arbeits- und mittel-, aber – deutlich erkennbar – weder haar- noch einfallslose Stanley Deschle. Seine gedichtähnlichen Rückblicke waren so umfassend, dass die Stubenreim-Macher auf das alte Mittel der Redezeit-Beschränkung zugriffen – und dem musikalischen Act damit einen frischen Anlauf gewährten.

©Christiane Dietering
http://www.texttexterei.de

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90% Business, 11% Leidenschaft!

Stubenreim proudly presents: ERLEBNISPARK, unsere Septemberband!

Alles im Fluss: Erlebnispark.

Alles im Fluss: Erlebnispark.

Der Name der Band Erlebnispark ist mehr Mission als Metapher. Das Duo aus Tübingen and Leipzig, namentlich Michael Zöller und Florian Heinen, mixt Musik, Literatur und Kultur zu einer unterhaltsamen und innovativen Performance. Ihr Motto:  90% Business, 11% Leidenschaft!

Wer das nicht verpassen will, darf uns nicht verpassen!
Also auf zur Lesebühne Stubenreim, am 10.09.14 wie immer in eurem plan b kulturkaffee um 20.00 Uhr!

 

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Lyrische Polster.

Mit diesen zwei Poeten ist das Gespann der Lesenden für den September komplett:

Vielseitig begabt: Christopher Götze.

Vielseitig begabt:
Christopher Götze.

 

 

Was wäre der Stubenreim ohne Christopher Götze? Sicherlich nur halb so lyrisch! Doch er kann auch anders: Als Darsteller des „Elle“ in „Das blaue blaue Meer“ an den Cammerspielen hat er dieses Jahr auch als Schauspieler eine gute Figur abgegeben. Als einer der ersten Künstler, die je eine Stubenreim-Bühne betreten haben, lässt er es sich zum Glück nicht nehmen, uns auch diesmal wieder einen Besuch abzustatten. Und es wird wunderbar werden.

 

 

Gut gepolstert:  Dominic Memmel.

Gut gepolstert:
Dominic Memmel.

 

Dominic Memmels Texte sind meist dreckig und gemein, darin aber gepolstert durch eine sehr prosaische Herangehensweise. Er ist neu in der Stadt, mischte die letzten Jahre mit ungezählten Lesungen und Hörspielen das Rhein-Main-Gebiet auf. Mit „Pandora schlägt zurück“ kann man Dominic Memmel auch im Radio belauschen, nicht zuletzt bloggt er unter mfis.wordpress.com

Aber halt, das war noch nicht alles! Es wartet noch eine grandiose Band darauf, von euch entdeckt zu werden – bleibt gespannt!
Stubenreim:
10. September.
20 Uhr.
Plan B kulturkaffee.
Leipzig.

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Gefühlte Gedichte.

Unsere Künstlervorstellung geht in die zweite Runde!

Braucht keine Analysen:  Alexandra Huth.

Braucht keine Analysen:
Alexandra Huth.

Alexandra Huth ist 18 Jahre alt und schwebt gerade zwischen Abitur und Studium. Sie schreibt nun seit etwa fünf Jahren, meist Gedichte, ohne Reime, die sich mit ihrer abstrahierten Umgebung auseinandersetzen. Die meisten Menschen würden sie wohl als eher melancholisch bis düster beschreiben – ihre Lyrik muss eher gefühlt als bis ins letzte Detail analysiert und verstanden werden. 

Stanley Deschle: „32, arbeitslos, mittellos, Hartz4, persona non grata bekam beim Alkoholikertest im Internet die rote Karte, erste Anzeichen einer beginnenden Geistesstörung erkennbar, Ausgang ungewiss, und der wagt es noch, zu schreiben; ihr wisst schon, so’n Zeug was sich nicht reimt Gedichte, nennt der so was, Ha! Kann doch heeme gehn, der Voochel!“

Geht nicht "heeme", sondern zum Stubenreim:  Stanley Deschle.

Geht nicht „heeme“, sondern zum Stubenreim:
Stanley Deschle.

Interesse? Dann aber schnell zum Stubenreim: Mittwoch, 10. September, 20 Uhr!
Plan B kulturkaffee, Leipzig.

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Stubenreim.exe

Die Sommerpause ist endlich vorbei – Stubenreim ist zurück! Mit grandiosen Poeten und phänomenalen musikalischen Gästen. Am 10. September mit dabei:

Tom.jpg

Tom.jpg

Während andere Kinder aus fremden Gärten Äpfel stahlen, erlernte Tom Schildhauer die wichtigsten Fertigkeiten, um Commander Keen und Lara Croft an deren Ziele zu bringen. Diese Begeisterung für den PC und technische Spielereien aller Art seit seiner Kindheit sollte nicht nur dafür sorgen, dass er von sämtlichen Freunden und Familienmitgliedern regelmäßig mit Computerproblemen konfrontiert werden würde, sondern auch sein Schaffen als Bühnenkünstler prägen.
Mittlerweile zählt Tom zu den Größen der Poetry Slam Szene und bereist regelmäßig die Bühnen des gesamten deutschsprachigen Raumes. Als schwedische Forscher herausfanden, dass Menschen Charme, Pragmatismus und alberner Humor gefällt, beschloss er, sein erstes Soloprogramm „live.exe“ auf die Bühne zu bringen, mit dem er 2012 den Kabarett Kaktus gewann.


Also fahrt eure Rechner herunter, eure Hirne hoch, bringt eure Lachmuskeln in eine aufrechte Position und startet mit uns zusammen in die dritte Stubenreim-Saison! Am 10. September um 20 Uhr im Plan B kulturkaffee Leipzig.

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